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Tokyo Sky Tree: Fuchs kann man nicht werden. Als Fuchs muss man geboren werden.

 # Tokyo von oben, barfuß durchs Kunstwerk und Schlafen in der Schublade

Der Himmel über Tokyo meinte es weiter gut mit uns. Wieder wolkenlos. Wieder dieses Wetter, bei dem man denkt: sieht entspannt aus, wird aber trotzdem ein Tag mit ungefähr 37 Kilometern Fußmarsch und diversen U-Bahn-Orientierungstests.

Unser erster Termin war direkt morgens der Tokyo Skytree. Öffnungszeit. Gute Idee dachten wir. Tja. Offenbar hatten ungefähr 14 Millionen andere Menschen denselben Plan. Trotzdem lief alles erstaunlich geordnet ab. Japan kann voll. Aber organisiert.

## Tokyo bis zum Horizont

Oben angekommen dann dieser Blick über die Stadt. Und erst da merkt man wirklich, wie absurd groß Tokyo eigentlich ist. Häuser. Straßen. Häuser. Noch mehr Häuser. Bis irgendwo hinten der Horizont langsam aufgibt.

Den Mount Fuji haben wir leider nicht gesehen. Dafür war die Fernsicht wohl nicht gut genug. Schade, aber kein Weltuntergang. Der Blick war trotzdem beeindruckend genug. Ich meine, man steht da irgendwo über 450 Meter hoch und schaut auf eine Stadt, die einfach nicht endet. Das reicht auch ohne Vulkan im Hintergrund.

Und ja, man merkt dort oben auch schnell: Menschen lieben Glasböden. Ich persönlich finde es ja interessant, freiwillig auf eine Glasscheibe zu laufen und dabei nach unten zu schauen. Muss man mögen.

## TeamLab Planets: schwer zu erklären

Danach ging es weiter zu teamLab Planets TOKYO. Ebenfalls extrem voll. Aber wieder erstaunlich gut organisiert. Schuhe aus. Rucksack in den Spind. Und dann rein.

Ehrlich gesagt kann man das schwer vernünftig beschreiben. Es ist irgendwo zwischen Kunstinstallation, Lichterwelt, Sinnesexperiment und kompletter Reizüberflutung. Mal watet man durch Wasser, mal steht man in Räumen voller Spiegelungen und Licht, mal fragt man sich kurz, ob das gerade Kunst ist oder man einfach aus Versehen in einem Science-Fiction-Film gelandet ist. Christopher Nolan und Interstellar lassen grüßen  

Ich war wirklich begeistert. Nicht dieses aufgesetzte „oh wie kulturell beeindruckend“, sondern einfach echtes Staunen. Passiert auch nicht jeden Tag. Immersiv  

Die Bilder sagen wahrscheinlich mehr als jeder Text.

## Wagyu-Ramen und Shops ohne Ende

Anschließend noch ein bisschen durch diverse Läden und Shops gezogen. Erste Messer begutachtet  V10 wird es wohl werden. Chön chaaf ;-)

Irgendwann dann Ramen mit Wagyu-Rind. Sehr gut. Und nach vielen Kilometern laufen sowieso.

Man entwickelt hier generell schnell eine gewisse Dankbarkeit für alles, was warm ist und Nudeln enthält.

## Schlafen im Kapselhotel

Abends dann etwas, das man in Japan wahrscheinlich einfach mal gemacht haben muss: 9h nine hours Suidobashi, also Kapselhotel.

Sehr futuristisch. Sehr effizient. Alles durchorganisiert. Irgendwie gleichzeitig Hightech und minimalistisch. Die Kapseln selbst wirkten ein bisschen wie eine Mischung aus Raumschiff, MRT-Röhre und Glamping für Erwachsene.

Ohrstöpsel rein. Augenmaske auf. Harte Matratze. Aber überraschend gut geschlafen.

Wobei nachts irgendwann jemand offenbar deutlich weniger entspannt war. Zweimal lautes Schreien. Vielleicht Albtraum. Vielleicht Platzangst. Vielleicht einfach festgestellt, dass man freiwillig in einer Schublade schläft. Man weiß es nicht.

Dank Ohrstöpseln habe ich das Thema relativ emotionslos ausgesessen und weitergeschlafen.

## Begegnungen, die man nicht erklären kann

Ach ja. Im Skytree haben wir noch einen Deutschen getroffen, der einen Stofftier-Fuchs dabeihatte und ihn fotografierte.

Wer macht denn sowas.

Zwinker.

Morgen verlassen wir Tokyo und fahren weiter nach Hakone an den Ashi-See. Mal sehen, wie sich Japan außerhalb der Millionenstadt anfühlt. Vermutlich etwas ruhiger. Vielleicht. Hoffentlich.

Jaa ne.

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